Reise in den indischen Bundesstaat Kerala vom 16. – 26.02.2019

Am 15.02.2019 flogen Ludger Gausling, Pater Joy und ich (Oliver Crone) in den indischen Bundesstaat Kerala. Ziele der Reise waren eine Besichtigung der verschiedenen Kirchen und Hilfseinrichtungen für die Ludger sich schon seit längerer Zeit einsetzt und Pater Joy wollte für seine Priestertätigkeit auch gleich 6 Wochen vor Ort bleiben und auch wieder seine Eltern besuchen. Für Ludger und mich sollte es aber nach 10 Tagen wieder zurückgehen. Ich durfte die beiden begleiten, neue Eindrücke der Welt sammeln und unsere Reise dokumentieren.

Beitrag veröffentlichen

Samstag 23.02. Achter Tag in Indien

Heute wollten wir zuerst einer Berufsschule einen Besuch abstatten.

Zuerst besichtigten wir eine Werkstatt für angehende Automechaniker und Mecgatroniker:

20190223_104639.jpg

20190223_105127

Dann durften wir uns auch in einem der Unterrichtsräume vorstellen:

20190223_105722

Die Schule hat gerade ein neues Dach bekommen:

20190223_105358

Hier steht gerade Mathematik auf dem Stundenplan:

20190223_105901

Vorstellung der Gäste aus dem fernen Deutschland:

20190223_110513

Die Berufsschule von außen, mit einem Volleyballfeld davor und links im Bild der Kantine:

20190223_111741

Die hauseigene Druckerei der Little Flower Gemeinde:

20190223_112251.jpg

Luftverschmutzung in Indien, Filteranlagen als Vorschrift wie in Deutschland wohl unbekannt:

20190223_115409

Ein überall zu sehendes Werbeplakat des führenden Politikers der kommunistischen Partei Keralas. Links gehts hier übrigens Richtung Munnar, des berühmten Ortes des Teeanbaus, rechts nach Kothamangalam:

20190223_123004.jpg

Strassenszenen:

20190223_115538.jpg

Jetzt wollten wir ein Waisenheim besuchen, das Mar Mathew’s Boy Town:

20190223_124955

Im Innenhof:

20190223_125140

Zu einem guten Essen wurden wir eingeladen im Waisenheim:

20190223_131812

Sogar ein Lied wurde für uns gesungen und wir erhielten jeder eine Rose:

IMG-20190228-WA0000

Wir besuchten eine weitere Berufsschule, für weitere Investitionen wird geplant:20190223_14075120190223_14205220190223_14214920190223_142643

Selbst in der Hitze wird barfuss Basketball gespielt. Für einen Satz neue Schuhe wurde spontan etwas gespendet:20190223_154644

Abends wieder zurück in unserer „Basis“ in Aluva, dem St. Joseph’s Provincial House. Eine grössere Menge Maniok wurde geerntet und geschält und alle halfen mit. Nach dem Schälen wird der Maniok in Scheiben geschnitten und gekocht, damit er ungiftig und genießbar wird:20190223_175330

Donnerstag 21.02. Sechster Tag in Indien

Heute sollte es vom JPM Arts and Science College in der Nähe von Kattappana zurück nach Aluva bei Kochi ins St. Joseph’s Provincial House gehen verbunden mit ein paar Besichtigungen auf dem Weg dahin.

Vor der Abfahrt fragte mich ein Student nach einem Selfie mit ihm. Sein Name ist Jerin und er möchte nach dem Studium gerne nach Kanada:

Hier wächst Pfeffer:

Im Hintergrund wächst Kardamom:

Ein Kaffeebaum:

Verabschiedung:

Eine Hängebrücke, die dazu dient, das das gegenüberliegende Dorf auch bei Flut erreichbar ist:

Jetzt sollte es zu einer Stelle am Idukki Stausee gehen, wo ein 5,5 Kilometer langer Tunnel endet, der Wasser von einem anderen Stausee hierherleitet. In der Trockensaison im Januar und Februar kann man diesen Tunnel auch zu Fuss durchqueren.

Hier wird vor Betreten des Tunnels unter anderem vor schlechter Luft und Schlangen gewarnt:

Dann ging es auch schon weiter und wir hielten noch an einem Aussichtspunkt wo unter anderem auch viele Bollywood filme gedreht werden:

Nun ging es noch zur Besichtigung der Staumauern des Idukki Stausees, wo wir mit offenen Elektromobilen gefahren wurden. Kameras und Smartphones waren hier allerdings nicht erlaubt.

Auf dem Rückweg gingen wir noch einmal essen. Äusserst bedenklich allerdings einen Fisch in solch Aquarium zu halten:

Weiter ging die Fahrt heraus aus den Bergen immer dem Periyar Fluss folgend. Diesen Weg suchte sich auch das Wasser bei der verherrenden Flutkatastrophe im letzten Jahr, als die Staudämme wegen des nicht enden wollenden Regens zur Entlastung geöffnet werden mussten:

Mittwoch 20.02. Fünfter Tag in Indien

Nachdem wir uns bis jetzt im Einzugsgebiet von Kochi aufgehalten hatten, sollte es nun für knapp zwei Tage mit einer Übernachtung in das Westghat Gebirge und in die Gegend der Teeplantagen um Munnar gehen.

Nach einem guten Mittagessen ging es weiter und wir besuchten das Sanjo College In Rajakad. Es werden derzeit zwei weitere Stockwerke für diese Hochschule gebaut, der Unterricht findet aber dennoch wie gewohnt während der Bauarbeiten weiter statt.

Nun galt es noch zum JPM Arts And Science College zu fahren, wo wir die Nacht verbringen durften. Auf Grund der schlechten Strassen dauerte es eine ganze Weile und war auch wieder ein Abenteuer in sich. Wir kamen aber noch rechtzeitig zum Abendessen und die erst vor kurzem renovierten Gästezimmer waren uns nach dem langen Tag willkommen.

Dienstag 19.02. Vierter Tag in Indien

Heute sollte es zu einem Heim für Behinderte gehen. Hier einmal ein paar aus dem Auto aufgenomme Strassenszenen auf dem Weg dahin:

Nun sollte also die Besichtigung eines Heims für Behinderte anstehen, betreut auch von der Little Flower Gemeinde. Auch hier hat Ludger schon die ein oder andere Hilfestellung geleistet. Zur Begrüßung gab es erstmal wieder schwarzen Tee und ortstypische, so langsam uns aber schon bekannte Beilagen.

Rundgang über das Gelände:

Im Heim:

Die neue Küche:

Die Biogasanlage:

Weiter ging es hiernach zum Basilius College Mookkanoor mit angeschlossenem Altersheim für Priester ausser Dienst:

Ein mit Riesenfrüchten behangener Jackfruit Baum:

Nun ging es noch einmal ins Auto um etwas in Richtung des Westghat Gebirges dem Periyat Fluss folgend das Darshana Retreat Center zu besichtigen, eine Kirche in der mehrtägige Auffrischungskurse des Glaubens für normale Personen angeboten werden.

Am Periyar Fluss:

Auf dem abendlichen Rückweg zu unserer „Basis“ hielten wir noch einmal am Periyar Fluss, wo ich mein herbeigesehntes Bad nehmen konnte:

Montag 18.02. Dritter Tag in Indien

Am Montag morgen begleiteten wir Pater Tomy zum Hauptsitz der Syro-Malabar Kirche, der hier eine Audienz beim Bischof hatte.

Während wir warteten wurden uns wieder Kaffee, Tee, Kuchen, Nüsse und verschiede Früchte angeboten:

Das Auto des Bischofs:

Nun ging es weiter zum Generalat der Little Flower Gemeinde. In dem Gebäude befindet sich auch ein Museum über deren Geschichte.

Der Gründer der Gemeinde, Basilius Panat:

Nachmittags wollten wir jetzt einmal nach Fort Kochi, auch Old Kochi genannt, am arabischen Meer fahren. In Fort Kochi enstand 1503 die erste Festung der Europäer, genauer der Portugiesen, auf dem indischen Subkontinent. Diese Halbinsel ist unter anderem auf Grund ihrer Geschichtsträchtigkeit ein Hauptanziehungspunkt für Touristen.

Die Franziskanerkirche mit dem Grab von Vasco de Gama:

Essen und Trinken im Kashi Art Cafe in Fort Kochi. Es gab endlich mal wieder bekanntes Essen für mich, worüber ich mich sichtlich freute:

Die chinesischen Fischernetze (küstenbetriebene stationäre Aufzugnetze):

Sonntag 17.02. Zweiter Tag in Indien

Am zweiten Tag sollte es zu einem Heim für Alkoholabhängige gehen. Alkoholkonsum ist in Indien ebenso wie Tabakkonsum eher gesellschaftlich negativ angesehen und es gibt auch nur wenige offiziell lizensierte Verkaufsstellen. Daneben wird jedoch auch einiges an Schnaps selbst gebrannt, wohl weil der offiziell verkaufte Alkohol teuer ist und auch wie erwähnt schwer zu bekommen.

Rückansicht des Entziehungsheims. Interessant ist die Tatsache das dieses Gebäude erst vor sieben Jahren erbaut wurde, da das Klima dem äusseren der Gebäude zusetzt:

Das Heim soll noch um eine Etage erweitert werden. Abgeschlossen wird das Dach dann mit einem einfachen, kostengünstigen Blechdach, wie es hier üblich und praktisch ist.

Auf diesem Platz soll auch noch eine Kirche enstehen:

Ein neues Toilettengebäude wurde im hinteren Bereich des Heimes errichtet:

Rege Bautätigkeit im Hauptgebäude:

Kautschukplantage im Hintergrund:

Diese Konstruktion soll bald als natürlicher Schattenspender mit Trauben begrünt sein:

Blick in einen Schlafsaal:

Cashew-Baum:

Nun ging es weiter zum Seminargebäude der Little Flower Gemeinde in welchem Theologie und Philosophie gelehrt wird. Dieser Gebäudekomplex besteht aus einem alten und einem neuen Gebäudeteil, wie man auf den folgenden Bildern erkennen kann.

Der Innenhof:

Nun ging es auch schon wieder weiter und wir wollten Pater Joy’s Eltern besuchen. Bier gab es auch zur Begrüßung der deutschen Gäste:

Abends waren wir auch noch einmal zum Essen eingeladen bei einem Freund von Pater Joy: